Freitag, 23. Oktober 2026
Kaum ein Thema polarisiert die Trekking-Szene so sehr wie das ewige Wettrennen um jedes eingesparte Gramm. Wer sich auf Instagram, YouTube oder in einschlägigen Foren umschaut, stolpert früher oder später über abgesägte Zahnbürsten, rahmenlose Rucksäcke und Isomatten, die kürzer und schmaler sind als der Oberkörper ihres Besitzers. Ultraleicht-Trekking ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein handfester Trend, dem immer mehr Wanderer verfallen.
Ich verstehe die Faszination durchaus, denn ein leichter Rucksack schont die Gelenke und lässt dich am Ende eines langen Tages weniger erschöpft ins Lager kommen. Doch irgendwo zwischen dem ersten gestrichenen Ersatz-Shirt und der halbierten Zahnbürste verschwimmt eine wichtige Grenze. Es ist die Grenze zwischen sinnvoll leicht und gefährlich leicht.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf beide Seiten des Spektrums. Wir klären zuerst, was Ultralight Trekking überhaupt bedeutet und welche Rolle das vielzitierte Base Weight spielt. Dann schauen wir uns an, wo aus cleverer Gewichtsersparnis blanker Unsinn wird und ich stelle dir mein eigenes Gegenmodell vor, mit dem du unterwegs mehr vom Abenteuer und weniger vom Leiden hast. Am Ende weißt du, wie du deine ganz persönliche Grenze findest.