Erstaunliches

09.01.2018 | Escheburg

Das Bataan-Team meines Bataillons kurz vor dem Zieleinlauf.
Kennt ihr das? Ihr habt körperlich etwas geleistet, das nicht nur euer Umfeld, sondern auch euch selbst wundert? Mir ging es beispielsweise vor fast 16 Jahren so. Ich war damals als Teil eines sieben-köpfigen Teams beim Bataan-Memorial-Death-March in White Sands, New Mexico am Start.

In der Vorbereitung hing ich meistens hinterher und hatte echte Probleme, den anderen folgen zu können. Nicht aber so am Wettkampftag! Wir legten ein im Vergleich zum Training deutlich niedrigeres Tempo an den Tag. Ein Tempo, das mir zu langsam war und ich wurde immer wieder eingebremst. Nachdem wir als 3. Team in der Military-Division durch das Ziel gelaufen waren, bekam ich von drei Team-Mitgliedern zu hören, dass ich die Lokomotive gewesen wäre und sie sich wundern würden, dass ich dieses Tempo dann auch noch bis zum Ende der Marathondistanz durchhalten konnte. Außerdem würde ich im Gegensatz zu den meisten anderen gar nicht kaputt wirken. Hmmm. Ja komisch. Irgendwie haben die Recht! dachte ich damals und fing an, mich zu wundern. Letztlich erklärte ich mir das ohne echte Beweise mit der Wettkampfsituation.

Gestern nun zappte ich zufällig in die ARD-Sendung Lebensmittel-Check: Was macht wirklich schlank? von und mit Tim Mälzer rein. Er ließ sich dabei unter anderem vom Sportmediziner Prof. Dr. med. Klaus-Michael Braumann vom Institut für Sport- und Bewegungsmedizin auf seinen Kalorienverbrauch hin untersuchen. Das passierte im Rahmen einer euch vielleicht auch bekannten Lauf-Belastungsuntersuchung auf dem Laufband. Das für mich einschlagende an dieser Untersuchung war dann aber nicht, dass Tim Mälzer sobald es ans Laufen ging, ins Schwitzen kam und seine Probleme hatte, sondern das De-Briefing mit dem Sportmediziner.


Als Dritter genießt man nach dem Zieleinlauf das Privileg einer der wenigen schattigen Plätzchen.
Tim Mälzer sagte dabei, dass ihn das Laufen total fertig gemacht hätte und seine Knochen und Gelenke ziemlich schnell schmerzten. Der Walking-Part der Interval-Untersuchung habe ihn aber kaum herausgefordert. Das hätte er noch Stunden so weiter machen können. Als ich das hörte, dachte ich Schwätzer! Dann bestätigte aber der Prof. Dr. med. Braumann, dass er rein von den Untersuchungsergebnissen den gleichen Eindruck gehabt hätte! What?? Seriously?? Ja! Jeder Mensch hat grundsätzlich ein Wohlfühltempo, in dem er fast grenzenlos funktioniert.

Das war der Moment, in dem es bei mir Klick machte und ich glaubte, endlich eine wissenschaftlich fundierte Begründung für meine Mutmaßung von April 2002 zu haben. Dieses Tempo im leichten Laufschritt damals, war in der trockenen Hitze der White Sands Missle Range einfach genau mein Wohlfühltempo!

Jetzt war mein Interesse an dieser Sendung geweckt und ich zappte nicht weiter. Und es dauerte gar nicht lange, bis ein weiterer hochinteressanter Fakt genannt wurde. Dabei wurde der Energieverbrauch bei verschiedenen unterschiedlich intensiven Bewegungsformen im Zeitraum von 30 Minuten genannt.
  1. Walken 340 kcal
  2. Joggen 350 kcal
  3. Schwimmen 350 kcal
Wahnsinn! Hättet ihr gedacht, dass ihr bei 30 Minuten Kraulen im Schwimmbad nur 10 kcal mehr verbraucht, als beim Walken? Hättet ihr gedacht, dass das Gleiche auch für den Vergleich von Walken und Joggen gilt? Ich war echt baff! Da soll sich noch einer über Nordic Walking lustig machen! In dem Sinne: Walk on!
Webredaktion:
Wer mehr über meine Teilnahme am Bataan-Memorial-Death-March 2002 erfahren möchte, kann dies hier ab dem 14. April diesen Jahres tun.

Replying to spam mails

05.01.2018 | Escheburg

Gleich mehrere verlockende Angebote in meinem Spam-Postfach.
Habt ihr schon mal auf eine Spam-Mail geantwortet? Ich nicht. Meine Spam-Mails verschwinden eigentlich gleich wieder im Nirvana oder der großen runden digitalen Ablage... Aber vielleicht ändert sich das in Zukunft?! Während des ersten langweiligen Silvester-Football-Spiels erzählte einer meiner Gäste von James Veitch, einem britischen Comedian, der sich mit digitalen Themen befasst. So befasst er sich zum Beispiel damit, Spam-Mails zu beantworten. Dabei nutzt er die in diesen Spam-Mails gelieferten Steilvorlagen schamlos aus. Er antwortet dabei nicht nur auf das, was er so an Antwort bekommt. Nein, er stellt auch Rückfragen und erfindet augenscheinlich idiotische Sachverhalte, auf die die Gegenseite dann aber eingehen muss. Das alles macht er quasi so lange, bis er den Spieß letztlich umgedreht. Also bis der eigentliche Spammer den Fratz voll hat und ihn auffordert nicht mehr zu antworten.

Nach der schon recht lustigen Beschreibung seiner Aktionen warteten wir nicht lang und schauten uns ein paar seiner Auftritt mit diesen Geschichten auf YouTube an und ich kann nur sagen: der Typ ist echt geil, absolut sehenswert (was nicht hübsch heißen soll!) und seine Antworten in seinen E-Mails sind größtenteils schreiend komisch! Also, wenn ihr Langeweile habt und mal was zum Lachen braucht...
WAS ICH NOCH ZU BIETEN HABE